... und zwar im doppelten Sinn. Gut abgehangen ist Tony Lamento, der die Jahre eifrig sammelt. Gut abgehangen wurde aber auch um diese Jahre zu betrachten und abzufeiern. Fett Zeit für Vor- und Rückschau.
Irgendwie kommt hier was in Schwung. Könnte eine Erhöhung der Freiheitgrade bedeuten.
Alles, alles Gute zu deinem Geburtstag, lieber Tony!
Ein Universler lehnt sich nachmittags in sein Sofa und zieht sich auf dem 106 cm Plasma Flat ( wg. der warmen Farben für Cineasten, danke Hr. Verkäufer ) eine Doku rein.
Martin Scorsese erzählt anhand alter Aufnahmen, Interviews und privatem, bisher unveröffentlichten Videomaterial von George Harrison die Geschichte des George Harrison.
Vielleicht liegt es daran, dass mir George Harrison immer näher war als die anderen Beatles, vielleicht liegt es auch daran, dass Scorsese behutsam den Mensch Harrison beschreibt/herausschält, jedenfalls übertraf die Doku meine Erwartung.
Scorsese: "The more you're in the material world, the more there is a tendency for a search for serenity and a need to not be distracted by physical elements that are around you."
Tony hat am Weiterbestehen der hybris-community ohnedies nie gezweifelt. Es braucht jedoch auch die Zeiten gelassenen Schweigens und der zwecklosen Kontemplation, - die so zwecklos zumeist nicht ist.
Richtig ist, dass der Misstrauensantrag gegen altbewährte hybris-Veteranten den Karren wieder ins Rollen gebracht hat. Vielleicht zu einem guten Zeitpunkt; gibt es doch noch im Herbst hybris Außendienste.
Die interne Kommunikation hat neue Wege beschritten und schließlich wurde der Misstrauensantrag (vorläufig?) auf Eis gelegt.
Es gibt daher neben den ohnedies unvermeidbaren Querelen des (Arbeits-)alltags Grund zur Freude.
Hier noch eine Aufnahme aus der Frühphase des Treffens:
Fast wäre das Universe sanft entschlafen. Das wöchentliche Treffen begann mit gedämpft aggressiven Anwürfen, steigerte sich bis zur Forderung nach alleinigen Verfügungsrechten. Ein Missverständnis führte dann zur versöhnlichen Aussprache.
Dafür ging es dann Schlag auf Schlag. So fett kann ein Universler nicht sein, um nicht eine Flipchart zu holen und strukturiert vorzugehen. Schnell und klar wurden Schwächen in der Organisation analysiert und Gegenmaßnahmen eingeleitet.
Der Pool mit Projektideen wurde durchforstet und sortiert. Neue Kommunikationsformen sind seit heute im Härtetest. Die wöchentlichen Arbeitstreffen werden straff und zielorientiert moderiert und beginnen mit Rechenschaftsberichten der Vorsitzenden.
Hybris hat sich über den Sommer neu aufgesetzt.
Die universe-Freunde waren zwecks Regeneration an den Meeren Europas. Der eine hier, der andere dort. Jetzt wird wieder gemeinsam gedacht im Hybrisland. Und gleich hat Hybris den Verlust der Männlichkeit ausgemacht. Da hat sich was zu Ungunsten heranwachsender Buben verändert in der Gesellschaft. Es hat sich überhaupt viel verändert in der Gesellschaft. Wie kann man überleben in dieser Gesellschaft? Auch damit setzt sich das universe auseinander. Naturgemäß kontroversiell und vielschichtig. Und wie ist das mit den Seelenfressern? Gibt’s die? Was tun die? Hybris ist älter und reifer geworden und setzen sich offenbar mit den existentiellen Lebensfragen auseinander. Wird eh Zeit!
Die Hybris-Jünger wären selbige jedoch nicht, wären nicht auch Platz für Hedonismus und Lebenskunst. Ob das 10-2 Diätmodell dabei hilfreich sein kann, bleibt wohl umstritten.
Reich ist böse – eine Erkenntnis dieses Sommers. .. und "Karte und Gebiet" wurde gelesen und für gut befunden. Musik wurde gehört – und natürlich gemacht!
Charles Bradley war eine Entdeckung des Sommers. Während die einen (ulan) ihn live erlebten, mussten andere den nicht sehr berauschenden Dr. John mit der Wiener Innenstadt-Schickeria im Rathaus erdulden. Na ja, Bradley gibt's ja auch auf Konserve! Ein Leidender in "the western civilization".
This world
is going up in flames
and nobody
wanna take the blame
don’t tell me
how to live my life
when you
never felt the pain